Neues aus dem Treuhandbereich

Neues Berechnungsmodell bei Teilerwerb und Invalidität

Auch in Zukunft sollen die gesundheitlichen Einschränkungen einer Person in der Erwerbsarbeit und in der Haus und Familienarbeit separat erfasst werden. Neu sollen für die Festlegung des Invaliditätsgrads von Teilerwerbstätigen die gesundheitlichen Einschränkungen in den beiden Aufgabenbereichen aber gleich stark gewichtet werden. Die neue Berechnungsart trägt so zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Zudem erfüllt sie die Anforderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, wonach die Berechnung zur Invaliditätsbemessung nicht diskriminierend ausgestaltet sein darf. Die Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung soll auf den 1. Januar 2018 in Kraft treten, damit eine rasche Klärung der Rechtslage sowie eine [...]

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren verschärft

Das vereinfachte Verfahren zur Abrechnung von Sozialversicherungs­beiträgen und Steuern steht den Arbeitgebern zur Verfügung, um geringe Lohnsummen abzurechnen. Die Praxis hat aufgezeigt, dass die Anwendung des vereinfachten Abrechnungsverfahrens teilweise zweckfremd angewendet wurde. Um dem ursprünglichen Gedanken des vereinfachten Abrechnungsverfahrens gerecht zu werden, werden nun gewisse Anwender von diesem Verfahren ausgeschlossen und müssen künftig den AVH-Ausgleichskassen gegenüber ordentlich abrechnen. Es sind dies namentlich Kapitalgesellschaften, Genossenschaften sowie Ehegatten und Kinder, die im eigenen Betrieb mitarbeiten. Ab 1.1.18 werden die Voraussetzungen für das vereinfachte Abrechnungsverfahren verschärft. Quelle: Treuandsuisse Up/date Ausgabe Dezember 2017

Sozialversicherungen: Beiträge und Leistungen 2018

Ab 1.1.2018 gelten folgende Beiträge und Leistungen: 1. Säule, AHV/IV/EO – Beiträge Unselbstständigerwerbende Beitragspflicht: ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs. 1. Säule, AHV/IV/EO-Beiträge Unselbständigerwerbende Beitragspflicht: ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs. CHF AHV 8,40 % IV 1,40 % EO 0,45 % Total vom AHV-Bruttolohn (ohne Familienzulagen) Je ½ der Prämien zulasten Arbeitgeber /Arbeitnehmer. 10,25 % 1. Säule, AHV/IV/EO – Beiträge Selbstständigerwerbende Maximalsatz 9,65 % Maximalansatz gilt ab einem Einkommen von (pro Jahr) 56 400 Unterer Grenzbetrag (pro Jahr) 9 400 Für Einkommen zwischen 56 400 CHF und 9400 CHF kommt [...]

Verwandtenunterstützung: Wer bezahlt das Altersheim?

Reichen die eigenen Mittel für die Kosten von Langzeitpflege nicht aus, werden unter Umständen die Nachkommen unterstützungspflichtig . Altersheimkosten werden zunächst aus der AHV-, IV- und BVG-Rente bezahlt. Die Kosten für die Pflege werden auf die Krankenversicherung, Kanton oder Gemeinde und die betroffene Person aufgeteilt. Jedoch muss ein Grundbetrag für den Pensionär frei verfügbar bleiben. Fallweise kann für Pflege und Betreuungskosten auch Hilflosenentschädigung der AHV/IV herangezogen werden. Die Höhe der monatlichen Entschädigung liegt zwischen 235 und 940 Franken. Wo das anrechenbare Einkommen aus Renten und sonstigen Quellen die minimalen Lebenskosten nicht deckt, werden Ergänzungsleistungen ausgerichtet. Anspruch darauf hat, wer eine [...]

Neue Mehrwertsteuersätze ab 1. Januar 2018

Welche Massnahmen müssen Sie hinsichtlich der Mehrwertsteuersatz-Änderungen ergreifen? Rechnungsstellung : Massgebend für den anzuwendenden Steuersatz ist der Zeitpunkt respektive der Zeitraum der Leistungserbringung und nicht etwa das Datum der Rechnungsstellung oder der Zahlung. Leistungen, die zu den alten Sätzen steuerbar sind, und Leistungen, die zu den neuen Sätzen steuerbar sind, dürfen in der gleichen Rechnung aufgeführt werden. Das Datum oder der Zeitraum der Leistungen müssen jedoch aus der Rechnung klar ersichtlich sein. Werden die Leistungen der beiden betroffenen Jahre nicht klar abgegrenzt, ist die Gesamtleistung zum alten Satz steuerbar. Periodische Leistungen (zum Beispiel ein Zeitungsabonnement) die über den Zeitpunkt der [...]

Reduzierte Saldosteuersätze ab 1. Januar 2018

Bisherige Sätze Sätze ab 1.1.2018 Veränderung Bisherige Sätze Sätze ab 1.1.2018 Veränderung 0,1% 0,1% 0.0% 0,6% 0,6% 0.0% 1,3% 1,2% -0.1% 2,1% 2,0% -0.1% 2,9% 2,8% -0.1% 3,7% 3,5% -0.2% 4,4% 4,3% -0.1% 5,2% 5,1% -0.1% 6,1% 5,9% -0.2% 6,7% 6,5% -0.2% Wir empfehlen Ihnen, sich frühzeitig mit der bevorstehenden Änderung auseinanderzusetzen und die nötigen Schritte entsprechend einzuleiten. Bitte zögern Sie nicht uns bei allfälligen Fragen zu kontaktieren.

Steuerberatung – achten Sie auf Qualität!

Ist Ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung jedes Mal eine lästige Übung, dann überlassen Sie dies einem Steuerberater. Wichtig ist, sich vor der Auswahl genau zu informieren. Wenn Sie einfach das günstigste Angebot wählen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Dies zeigt ein Test der Sendung „Kassensturz“. Dieser untersuchte die Qualität von Steuerberatern, die im Internet mit besonders günstigen Angeboten warben. Nur einziger bestand den Test, es war ein Mitglied des Verbandes Treuhand Suisse. Die meisten getesteten Berater erkannten die in der Steuererklärung eingebauten Fehler nicht. Wären diese fiktiven Steuererklärungen so eingereicht worden, hätte das für den Steuerpflichtigen schwerwiegende finanzielle [...]

Begrenzung des Fahrtkostenabzugs

Bei der direkten Bundessteuer wurde per 1.1.16 eine Begrenzung des Fahrtkostenabzugs (auch Pendlerabzug genannt) auf CHF 3'000 pro Jahr bei Unselbständigen eingeführt. In einigen Kantonen wurde oder werden die Fahrkosten ebenfalls begrenzt. Dies wird in der Steuererklärung für das Jahr 2016 erstmals wirksam. Übersteigen die Kosten für den Arbeitsweg den Maximalabzug von CHF 3’000 (bei der direkten Bundessteuer), wird verlangt, dies auf das steuerbare Einkommen aufzuschlagen. Dies ergibt rechnerisch eine Erhöhung des Einkommens. Beispiel: 20 km x 2 Fahrten x 220 Arbeitstage x CHF 70 = CHF 6'160 minus Maximalabzug CHF 3'000 = CHF 3'160. (Je nach Kanton wird [...]

Vorlagen zur Altersvorsorge abgelehnt

Die Schweizer Bürger waren sowohl mit der Vorlage zur Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, wie auch der Reform der Altersvorsorge 2020 nicht einverstanden. Dieser Entscheid hat zur Folge, dass per neuem Kalenderjahr die MWST-Sätze reduziert werden. Es gelten folgende MWST-Sätze ab dem 1. Januar 2018 : Normalsatz bisher 8% neu 7.7% Sondersatz bisher 3.8% neu 3.7% Reduzierter Satz bleibt bei 2.5% Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat auf ihrer Website die MWST-Info 19 «Steuersatzänderung per 1. Januar 2018» publiziert. Bitte beachten Sie, dass ab dem 4. Quartal 2017 und ab dem 2. Semester 2017 neue Abrechnungsformulare zur Anwendung gelangen. [...]